Umweltkatastrophe in Neuseeland

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Strand von Mt. Maunganui im Oktober 2011

Strand von Mt. Maunganui im Oktober 2011


Aus aktuellem Anlass möchte ich noch einmal einen Artikel veröffentlichen. Es ist ziemlich genau ein Jahr vergangen, seit ich in Neuseeland war. Zurzeit wird in den Nachrichten viel über das Schiffsunglück der Rena vor der Küste Neuseelands berichtet.

Das Containerschiff lief am 05. Oktober 2011 vor der Küste auf das Astrolabe Reef, welches nur wenige Kilometer von Tauranga entfernt liegt. Das Schiff hatte bis zu 2000 t Schweröl geladen, wovon schon jetzt mehr als 350 t ins Meer geflossen sind. Über 1.300 Seevögel sind bereits verendet. Sollte das Schiff auseinanderbrechen wäre das die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Neuseelands.

Die Strände von Mt. Maunganui, an denen ich vor ziemlich genau einem Jahr gejoggt, gesurft und Kajak gefahren bin sind jetzt ölverschmiert und weiträumig abgesperrt.

Ein Kollege aus den Tauranga City Libraries, Paul Cuming leitet ein Rettungsteam, welches die dort lebenden Vögel fängt und in Auffangstationen unterbringt. Er hat einen Blog mit dem Titel “Grounding of Rena” online gestellt, welcher hier zu finden ist. Von dort sind auch die erschreckenden Bilder, welche unten zu sehen sind.



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Am Anfang war das Feuer

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Das Ergebnis all meiner Mühen wurde nun fertig gestellt. Mein Report über die Tauranga City Libraries…

Damit ist dieses Thema abgeschlossen. Falls ich wieder einmal etwas Spannendes erleben sollte, werde ich diese Seite wiederbeleben!

In 29 Tagen um die Welt

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Am Samstag war es so weit. Der letzte Tag in Neuseeland. Ich verabschiedete mich von meiner Gastfamilie und stieg um 17:15 Uhr Ortszeit in den Flieger in Richtung Heimat. Das Flugzeug sollte mich zuerst nach Auckland bringen. Von dort aus nach Los Angeles und weiter nach London.

Philip und Ich

Noch am Morgen bin ich mit Philip ein letztes Mal zum Spearfishen hinausgefahren. Wie sich später herausstellte ein großer Fehler… Der Wind blies ungewöhnlich stark von Süden und drückte das Wasser seitlich gegen den Strand. Die Wellen kreuzten und überschlugen sich. Diesmal hatte Philip die ganze Ausrüstung mitgenommen. Neben dem Swimsuit, der Taucherbrille und dem Schnorchel erhielt ich zusätzlich zwei Paar Schwimmsocken, Schwimmflossen, eine Kopfhaube, Bleigewichte, ein Tauchermesser und die obligatorische Harpune. Wir machten das Boot seeklar und fuhren los.

Downtown Los Angeles

Etwa 300 m vom Strand entfernt passierte es! Ich wollte kurz meine Sitzposition ändern. Plötzlich traf eine Welle das Boot von der Seite. Wir kenterten… Im Wasser versuchten wir an Equipment zu retten, was zu retten war. An diesem Morgen sank Ausrüstung im Wert von mehr als 500$ auf den Grund des Ozeans. Nachdem wir es geschafft hatten das Boot wieder zu wenden, versuchten wir zum Strand zurückzukehren. Mittlerweile hatte aber der Seitenwind und die Strömung uns in die Nähe der Klippen getrieben! Wir paddelten, ich dabei mit letzter Kraft und um mein Leben zu einem Sandstrand zwischen den Felsen. Das war mein letztes Abenteuer in Neuseeland.

Wieder in Berlin!

Die Rückkehr nach Deutschland geschah weit weniger spektakulär. Aber dieses Mal flog ich über Los Angeles und Amerika. Nach einem kurzen Aufenthalt im LAX, gelangte ich wieder nach London und von dort aus schließlich zurück nach Berlin. Somit bin ich innerhalb von 29 Tagen einmal um den Planeten geflogen! Wie Phileas Fogg aus dem Buch,  nur halt schneller und mit einem längeren Zwischenstopp… Und wer glaubt, nur an weit entfernten Orten ist es schön, der sollte sich dieses Lied zu Gemüte führen!

 

 

 

Der letzte Tag

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Heute Morgen wachte ich auf und mir wurde schnell klar, der haerteste Tag meiner gesamten Zeit steht bevor. Kein Spearfishing, kein Sledging. Nein, heute sollte ich meine Abschlusspraesentation vor ueber zwanzig Mitarbeitern halten. “Unfortunately” in Englisch. Zwei Stunden spaeter war es geschafft. Ich erzaehlte einfach drauf los und es funktionierte. Die Mitarbeiter wurden in einer virtuellen Tour, Google und Bing sei dank, durch Berlin gefuehrt. Dabei zeigte ich alle Bibliotheken der Zentral- und Landesbibliothek und die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten. Ich berichtete von meiner Ausbildung in Berlin und den Projekten. Einige schauten wir uns auch an. Beispielsweise wurde diesen Sommer einen Film ueber den Weg einer DVD in unserer Bibliothek gedreht. Interessierte koennen sich den Film hier anschauen. Ausserdem erstellten wir ein Intro und einen Abspann fuer eine Szenische Lesung mit Filmausschnitten aus der Zeit des zweiten Weltkriegs. Dieses Video ist leider derzeit nicht online verfuegbar. Der zuständige Kollege wird aber dafuer zur Rechenschaft gezogen!

 

Das Reference Team und Ich

Nach der Praesentation wurde ein Buffet zu meinen Ehren aufgebaut und es fand ein sogenanntes Poroporoaki, eine traditionelle  Zeremonie zur Verabschiedung eines Gastes, statt. Es wurden Verse aufgesagt und ein Lied gesungen. Im Anschluss durfte ich eine kurze Dankesrede halten und das Buffet eroeffnen.

In drei Tagen werde ich wieder Zuhause sein. Dies ist mein letzter Artikel aus Neuseeland. Ich hatte eine sehr schoene Zeit hier! Ich fahre jetzt zum Strand und geniesse noch einmal das schoene Wetter hier und morgen, kurz vor meinem Abflug, geht es ein letztes Mal zum Spearfishing.

Henning aus Neuseeland Over!

Bay of Plenty Polytec

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Bay of Plenty Polytechnic Library

Am Donnerstag hatte ich einen weiteren Besichtigungstermin. Diesmal aber in Tauranga. Ich fuhr zur Bibliothek der Bay of Plenty Polytec im Stadtteil Windermere. Diese liegt ausserhalb des Stadtzentrums und war wieder nur mit dem Bus zu erreichen. Die Polytec hat 3.000 Studenten Ausgebildet werden u.a. Friseure, Bootsbauer, Fischer und Informatiker.

 

Im Stadtzentrum gibt es einen weiteren Campus mit einer kleineren Bibliothek. Die Bibliothek in Windermere umfasst 60.000 Medien. Zusammengenommen sind es 80.000. Der Campus und die Bibliothek strahlen ein sehr angenehme Atmosphaere aus. Aussen viel Gruen, ein eigenes Schwimmbad und ein Fitnessstudio. Innen warme Farben und viel Licht.

Lesesaal

Alle Medien, mit Ausnahme des Auskunftsbestands sind entleihbar. Falls Medien einmal nicht rechtzeitig zurueckgegeben werden, muessen die Studenten, solange keine Vormerkung besteht, keine Ueberziehungsgebuehren bezahlen. Liegt aber eine vor, kostet jeder Tag 3$.

 

 

Pult

Fuer die Internetnutzung wird eine kleine Gebuehr erhoben, die sich nach dem Downloadvolumen berechnet. Ab dem naechsten Jahr wird die Internetnutzung umsonst sein. Die Einfuehrung von kabellosem Internet ist ebenfalls fuer diese Zeit geplant.

Bis zu 50 Medien koennen entliehen werden. Egal ob Buch, Zeitschrift oder Non-Book. Die Zeitschriften werden nicht gesammelt wie in vergleichbaren deutschen Bibliotheken, sondern gelten als Verbrauchsgut. Eine Alternative waere eine Fernleihe. Die Bibliothek ist am neuseelaendischen Fernleihverbund angeschlossen. Insgesamt sind 21 Mitarbeiter an der Bay of Plenty Polytec beschaeftigt. Davon acht Learning Advisors.

Schwimmbad und Fitnessstudio

In der zweiten Tageshaelfte durfte ich noch einige Fragen fuer den Bibliothekseigenen Newsletter beantworten. Es wurde nach den Unterschieden, Gemeinsamkeiten und den Gruenden fuer mein Praktikum gefragt. Das Interview wurde von einer aelteren Dame der Friends of the Library gefuehrt.

Im Auenland

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Das Auenland?!

Ich hatte mein Pflichtprogramm in der Public Library und der Polytecnic Library brav absolviert. Nach dem Mittag hatte ich den restlichen Tag frei. Mein deutsche Bekanntschaft vom Wochenende empfahl mir zum Auenland Filmset nach Matamata zu fahren. Urspruenglich sind dort nur wenige Reste der einstigen Hobbithoehlen aus den Herr der Ringe Filmen uebrig geblieben. Seitdem aber der Nachfolgefilm der Hobbit verfilmt werden soll, wird das komplette Set wieder aufgebaut und sogar noch erweitert.

 

Hobbithoehle

Zu Beginn wurde ich wieder in Rotorua eingesammelt. Am Abend vorher hatte ich die Tour gebucht.  Wir fuhren zuerst zum Shire’s Rest, einem Restaurant und Hotel in der Naehe von Matamata. Von dort aus wurden wir mit einem Bus zu dem Drehort gefahren. Die Tour durch das Auenland begann. Der Wiederaufbau war in vollem Gange und einige Hobbithoehlen waren bereits fertiggestellt. Die Hoehlen sind nicht, wie angenommen aus Pappe und Gips, sondern aus massivem Backstein und Holz gefertigt. Ich nehme an, das Set soll nach den Dreharbeiten als Touristenattraktion bestehen bleiben. Die Landschaft wirkt an manchen Stellen wirklich wie das Auenland aus den Filmen. Zwischendurch wurde der Eindruck durch einige Drahtzaeune, Strommasten und Farmhaeuser leicht gemindert. Aber die Tour hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wir sahen die Bruecke, den Festbaum und Beutelsend, das Hobbithauptquartier.

 

Ich vor Beutelsend

Im Anschluss mussten wir uns noch eine Schafschur antun. Auffallend dabei war, das der Scherer genauso aussah wie Cletus aus den Simpsons. Nur mit schwarzen Haaren. Am Abend fuhr ich gluecklich und zufrieden mit dem letzten Bus von Rotorua nach Tauranga. Zurueck in Deutschland werde ich mir die Filme wohl noch einmal anschauen!

 

 

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Wieder mal in Rotorua

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Rotorua Public Library

Heute hatte ich meinen Exkursionstag. Ich besuchte die Rotorua Public Library und die Bibliothek des Waiariki Institute of Technology, welche mit einer Technischen Hochschule in Deutschland vergleichbar ist.

Die Rotorua Public Library wurde 1991 eroeffnet und vor einem Jahr komplett saniert und modernsiert. Es gibt keine Zweigbibliotheken in Rotorua. Eine Mobile Library ist jedoch im uebrigen Stadtgebiet unterwegs. Im Zuge der Modernisierung wurde RFID eingefuehrt. Zusaetzlich wurde vor dem Eingang ein kleines Café eingerichtet. Wie in Tauranga gibt es wieder Rueckgabeklappen.

Rueckgabe Klappen

Das Besondere an diesen ist jedoch, das gleich hinter der Klappe ein Lesegeraet installiert ist. Sobald das Medium durch die Klappe rutscht, findet automatisch die Rueckverbuchung statt.

 

Kinderbibliothek Rotorua Public Library

Die Kinderbibliothek befindet sich im Erdgeschoss des Hauses. Der Bereich ist sehr grosszuegig bemessen und ausgestattet. Es gibt ein Spielzimmer in dem sich die Kinder aufhalten koennen. Die Toylibrary ist auch wieder vorhanden. Es koennen Spielsachen ausgeliehen werden und im Spielzimmer erprobt werden. Die Toylibrary wird vom Freundeskreis der Bibliothek finanziert und betrieben.

Jugendbibliothek Rotorua Public Library

Die Jugendbibliothek liegt im ersten Stock und ist somit vom Kinderbereich getrennt. Die Waende wurden von lokalen Graffitikuenstlern gestaltet. Ein Flatscreen fuer die Wii ist vorhanden und eine kleine Loungeecke. In der zweiten Etage ist der Neuseelandraum untergebracht. Das selbe Spiel wie in der Tauranga City Library. Die Internetnutzung ist auch hier mit Kosten verbunden. 1 $ pro 10 Minuten. Eingewurfen wird die Gebuehr an kleinen Automaten neben den Rechnern. Wireless Internet wiederum ist kostenfrei und im ganzen Gebaeude, inklusive Café verfuegbar.

Besonders erwaehnenswert ist die Auskunft und die Ausleihe. Seit den Umbaumassnahmen wurden diese zu drei zentralen Pulten zusammengelegt. Die Mitarbeiter der Ausleihe erhielten eine sechsmonatige Schulung fuer den Auskunftsdienst; die der Auskunft eine fuer die Ausleihe.

Lesesaal

Der Nutzerausweis ist kostenfrei. Allerdings muss fuer fast alle Medien eine Gebuehr entrichtet werden. Diese setzt sich je nach Altersgruppe und Medientyp unterschiedlich zusammen. Es geht bei 0,50$ los und endet bei 10$ fuer eine neues Konsolenspiel. Mitglieder haben die Moeglichkeit im Erwachsenen- sowie im Kinderbereich eine Ausstellung abzuhalten. Dafuer wurden extra Bereiche geschaffen. Moechte ein Mitglied also einmal seine Kunst oder sein Hobby der breiten Oeffentlichkeit vorstellen, hat er in der Bibliothek die Moeglichkeit dazu.

 

Um zur Bibliothek des Instituts zu gelangen musste ich einen Bus nehmen. Der Campus, in dem die Bibliothek steht, liegt etwas ausserhalb von Rotorua. Der Bau stammt von 2002 und erinnert eine Skilodge in den Bergen. Der Bestand umfasst 305.000 Medieneinheiten. Die Schwerpunkte liegen ganz klar bei den angebotenen Studienfaechern. IT, Krankenpflege und Tourismus sind nur einige.

 

Bibliothek Polytec

Non-Book Medien duerfen nicht entliehen werden und sind in einem Videoraum einsehbar. Auf RFID wurde noch nicht umgestellt. Hier wird noch mit der Hand geschufftet. Insgesamt arbeiten 10 Bibliothekare und vier Hilfskraefte in der Bibliothek.

Collections

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Tauranga City Library

In der Tauranga City Library befinden sich die Collections. Dort wird fuer alle oeffentlichen Bibliotheken Taurangas die Auswahl, Bestellung und Einarbeitung getaetigt. Einige Abteilungen wie beispielsweise das Reference bzw. Auskunftsteam, das auch den nichtausleihbaren Neuseeland Bestand betreut, treffen ihre Auswahl selbst und senden die Bestellliste an den zustaendigen Kollegen in den Collections.

 

Falls Medien nicht in Neuseeland verfuegbar sind, wird in Australien, den USA und Grossbritannien bestellt. Der Jahresbudgetplan enthaelt einen eigenen Posten fuer die Transportkosten. Die Lieferzeit betraegt fuer Australien und Amerika durchschnittlich 1½, fuer Grossbritannien 2½ Wochen. Nach der Lieferung und der Eingangsbearbeitung beginnt die Katalogisierung. Bei der Einarbeitung werden die Anglo American Cataloguing Rules in der zweiten Version (AACR 2) verwendet. Diese wurden noch einmal direkt fuer die Beduerfnisse der City Libraries modifiziert. Die Schlagwortvergabe geschieht mit Hilfe der Library of Congress Subject Headings (LSCH). Als Klassifikation kommen die Dewey Decimal Classification (DDC) zum Einsatz.

 

Die Collections befinden sich in einem Grossraumbuero oberhalb der Bibliothek. Zentral gelegen stehen mehrere Trolleys mit Medien fuer die Einarbeitung bereit. Alle sitzen in einem Raum zusammen. Daraus ergeben sich sehr kurze Kommunikations- und Laufwege. Die Bibliotheksleitung sitzt nur einige Meter entfernt. Die Kollegen koennen sich direkt an die naechst zustaendige Stelle wenden. Alles wirkt dadurch dynamischer.

Labour Weekend

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Ich am Lake Rotorua

Mein letztes Wochenende in Neuseeland! Mein Trip nach Rotorua stand bevor. Rotorua befindet sich etwa 80 km suedoestlich von Tauranga im Landesinnern. Die Stadt ist von Bergen umgeben und liegt am gleichnamigen See. Die ganze Region ist thermal aktiv. Es gibt Geysire, Schlammtoepfe hier Mudpools genannt und ueberall im ganzen Stadtgebiet kommen Daempfe aus der Erde. In der Naehe der Mudpools riecht es stark nach Schwefel.

Viele Touristen und Backpacker besuchen Rotorua. In der Umgebung sind viele Adventure-Unternehmen, die vom Bungee Sprung bis zum Helikopterflug alles moegliche anbieten.

Park Rotorua

Eigentlich wollte ich mit einem Mietwagen nach Rotorua fahren. Da meine Begleitung aber am Abend vorher abgesagt hatte, nahm ich vorsichtshalber doch besser den Bus. Allein im Auto, ohne Karte nach Rotorua im Linksverkehr. Das waere nicht gut gegangen. Das sehe sogar ich ein…

Am Samstag Morgen ging ich zur Bushaltestelle. Dort angekommen musste ich feststellen, dass der Bus Verfruehung hatte und bereits weg war. Ich lief so schnell ich konnte zum nahegelegenen Bayfair Shopping Centre in den naechsten Laden und bestellte ein Taxi. Das Taxi war teurer als die spaetere Busfahrt! Im Stadtzentrum angekommen verlor ich kurzfristig mein Portmonee mit allen Unterlagen und 600 $. Fuenf Minuten bevor der Bus abfuhr fand ich es, zum Glueck unbeschadet wieder.

In Rotorua angekommen checkte ich im Hostel ein und wurde kurze Zeit spaeter zu meiner ersten Tour abgeholt. Ich wollte zum Sledging. Zur Ausruestung gehoerten: ein Board, ein Wetsuit, eine Schwimmweste, ein Sturzhelm und ein Paar Schwimmflossen. Damit ging es dann einen Wildwasserfluss hinunter. Ich hatte es mir eigentlich entspannter vorgestellt. Aber nach der Stromschnelle ist ja bekanntlich vor der Stromschnelle. Ich kann es jedem empfehlen. Wer Wildwasser Rafting langweilig findet, der sollte Sledging ausprobieren.

 

Abends wollte ich zuerst mit meinen Zimmergenossen aus Grossbritannien ausgehen. Ich traf aber noch eine Deutsche, die im selben Zimmer wohnte. Un da es mit der Kommunikation bei mir auf Deutsch nun einmal besser klappt, gingen wir zusammen weg. Das war das erste längere Gespraech in Deutsch seit nunmehr drei Wochen. Es war richtig enspannend nicht immer zuerst seine Woerter im Gedanken übersetzen zu muessen.

 

 

 

Mudpool

Fuer den Sonntag hatte ich die Rotorua Volcanic Tour gebucht. Klingt erst einmal langweilig… Ich wurde wieder vom Hostel abgeholt. Wir fuhren zuerst einige Sehenswuerdigkeiten ab. Es ging zu einem vulkanischem See und zu einem grossen Mud Pool. Ich war an diesem Tag der einzige Gast auf dieser Tour.

 

 

 

Danach fand der eigentliche Haupteil statt. The Squeeze! Wir fuhren mit einem Jetboat auf dem Waikato River, dem laengsten Fluss Neuseelands. Jetboote sind, wie der Name schon vermuten laesst unglaublich schnell. Mit ueber 80 km/h fuhren wir dicht am Ufer entlang, nahmen enge Kurven und machten mehrere 360°-Drehungen.

 

Ich im Jetboat

Unser Ziel war ein Bach, welcher in den Fluss muendet. Der Bach entspringt in den Bergen und war ueber 30°C warm! Wir wateten den Bach entlang. Dieser ging spaeter durch enge Felswaende in eine Art Hoehlensystem ueber. Am ende dieser Felswaende war ein Wasserfall. Es war einfach nur klasse!  Nachdem wir wieder im Jetboat waren ging es mit genau dem selben Tempo wieder zurueck. Zwischendurch machte Dave, der Guide kurze Pausen und gab Geschichten rund um den Waikato River zum Besten.

 

Waikato River

Da ich der Einzige Gast aus Rotorua war, musste ich die Transportkosten zusaetzlich bezahlen und das Premiumpaket mit der Volcanic Tour buchen, um ueberhaupt abgeholt zu werden. Am Ende des Tages hatte ich nur noch wenig Geld uebrig. Von den verbliebenen 10 $ kaufte ich mir einen Sechser Bier und etwas zum Essen. Den Tag wollte ich dann auf dem Balkon im Hostel ausklingen lassen. Es kam aber wieder einmal anders…

 

Battlefield Hostel

Nach kurzer Zeit bemerkten mich ein paar Leute auf dem gegenueberliegenden Balkon und luden mich zu sich ein. Es waren Spieler eines Māori Rugby Teams aus Wellington. Sie hatten ein Turnier in Rotorua gegen andere Māori Rugby Teams. Jeder von denen war ungefaehr 100 kg schwer. Wir unterhielten uns ueber Rugby und Fussball und freundeten uns dadurch schnell an. Ich bin jetzt uebrigens ein Halb-Māori! Spaeter am Abend brachte ich ihnen noch deutsche Schimpfwoerter bei und zeigte ihnen ein Trinkspiel. Das war ein grosser Fehler… Der Abend endete mit einem Totalausfall meinerseits. Gluecklicherweise wachte ich am naechsten Morgen in meinem Bett auf. Aber irgend etwas stimmte nicht. Es war so nass. Ungluecklicherweise hatte ich wohl die Idee gehabt mir ein volles Bier mit ins Bett zu nehmen. Ich checkte unauffaellig aus und verlies diesen unsaeglichen Ort. Ich nahm den naechsten Bus nach Tauranga. Den restlichen Tag verbrachte ich am Strand von Mt. Maunganui und schlief.

Uebrigens, der Labour Day am Montag ist ein Feiertag in Neuseeland und es gibt frei fuer Alle! Darum Labour Weekend.

 

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Surfbilder online!

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Heute habe ich endlich die lang ersehnten Surfbilder erhalten. Sie wurden mit einer wasserdichten Kamera aufgenommen und zeigen einen nicht gerade unbegabten, symphatischen  Anfaenger bei seinen ersten Versuchen… Sie befinden sich  im Rugby und Surfen Artikel und koennen hier in einer Diashow bewundert werden. Einige Bilder vom Rugbyspiel sind auch dabei.

Eine neue Kamera konnte ich ebenfalls erwerben. Das beste Modell im preiswertesten Sektor. Damit ist die Versorgung mit weiteren spannenden Fotos fuer das Erste sicher gestellt!

Die ersten Stehversuche

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